Vision Segelenergie: Kreative Nutzung unerschlossener Potentiale

Offenes Meer
Sylvia Riedl / pixelio.de

Erneuerbare Energie ist global eigentlich genügend vorhanden. Die Herausforderung liegt darin, Sie für Menschen zum rechten Zeitpunkt am richtigen Ort, nachhaltig, bezahlbar und ohne Schaden für Mensch und Umwelt bereitzustellen. An Land gibt es bereits zahlreiche Technologien, erneuerbare Energien zu nutzen. Das Meer ist bislang fast ein weißer Fleck auf der „Landkarte“ der erneuerbaren Energien, obwohl mehr als 2/3 der „Erde“ eine Wasserfläche ist.

Wir nutzen diese Fläche bislang vorwiegend als Wirschaftsraum für den Transport von Gütern wie beispielsweise Kohle, Öl und Gas. Wir haben begonnen, diesen Raum auch für erneuerbare Energie zu erschließen. Die Herausforderungen von Offshore Windkraft und stationären Meeresströmungsanlagen liegt in den Schwankungen dieser Quellen und ihre Anbindung an Land. Das ganze können wir in einem neuen Ansatz lösen. Wie?

Durch die Kombination von beidem: Wind- und Wasserkraft; durch die „Mischung“ bekannter Technologien.

Ich liebe es, wenn sich Dinge mischen.
Gute Musik entsteht, wenn ich verschiedene Akkorde mit Melodien und Rhythmen mische. Gute Unterhaltungen entstehen, wenn verschiedene Sichtweisen, Hintergründe und Menschen zusammen kommen. Power-to-Gas entstand, in dem wir das Stromnetz mit dem Gasnetz in beide Richtungen interdisziplinär kombinierten.

Bei der Segelenergie mischen wir erneut: Wind, dem wir mit Energieschiffen folgen, Wasserkraft, die wir kennen und Energiespeichertechnologie, die wir entwickeln.
(Michael Sterner)

Energie ist genügend vorhanden

Es herrscht kein Mangel an erneuerbarer Energie – höchstens an Kreativität, Wege zu finden, sie intelligent nutzbar zu machen. Unsere Vision, die Energie auf offenem Meer zu nutzen in dem wir dem Wind folgen, ist für das Vorankommen von Menschen nichts Neues. Seit dem Menschen Schiffe bauen können und diese mit Segeln auf das offene Meer setzen, nutzen wir die Kraft des Windes zur Überwindung von langen Distanzen. Im Grunde gehen wir einen ähnlichen Weg, wenn wir Windkraftstoff herstellen. Segelenergie kann als ein Baustein des Generationenprojekts „Energiewende“ sein.

Wie erfolgreich unser Klimaschutz und die Energiewende werden,
hängt davon ab, inwiefern es uns gelingt, Energiekonzepte zu entwickeln,
welche ausreichende und umweltfreundliche Energiepotentiale erschließen.

Segelenergie könnte hierzu einen großen Beitrag leisten.
(Thomas Raith)

Problem: Kraftstoffersatz – ausreichend, klimafreundlich, nachhaltig

Heute stehen wir vor einem ähnlichen Problem: wir sind es gewohnt, lange Strecken mit Hilfe von Fahrzeugen an Land, zur See und in der Luft zu überwinden. Doch die fossile Energie, die uns die Natur aus der Solarenergie über Jahrmillionen von Jahren gespeichert hat, geht zu Neige. Die vorhandenen Alternativen schaffen bislang nicht ausreichend Ersatz: Das Potential für Biokraftstoffe ist durch die verfügbare Landfläche begrenzt. Die Elektromobilität ist in Verbindung mit erneuerbarem Strom die effektivste Antriebslösung für den Individualverkehr, die wir kennen. Gleichzeitig ist sie aber nicht für alle Verkehrssegmente geeignet: Schwerlastverkehr, Langstreckenmobilität, Flug- und Schiffsverkehr, Traktoren und Arbeitsmaschinen. Hier sind Biokraftstoffe besser genutzt als im individuellen Personenverkehr, jedoch potentialseitig begrenzt. Strombasierte Kraftstoffe wie Wind- und Solarkraftstoffe über Power-to-Gas und Power-to-Liquid gewonnen spielen hier zunehmend eine wichtige Rolle. Gleichzeitig sind die Mengen der Stromüberschüsse aus Wind und Sonne auf absehbare Zeit überschaubar und selbst in einer rein regenerativen Stromversorgung nicht ausreichend, um den verbleibenden Kraftstoffbedarf abzüglich Effizienz, Elektromobilität und Biokraftstoffen zu decken.

Eine Lösung: Segelenergie – Energieschiffe statt Öltanker – Impuls für Schiffbau und Schifffahrt

Die Segelenergie kann potentiell diese Lücke schließen, in dem wir den Wind auf der größten verfügbaren Fläche – dem Meer – konstant ernten. Dazu kombinieren wir bekannte Technologien, die einzeln Ihre Schwächen haben, aber zusammen eine Synergie ergeben: Den Wind für den Vortrieb von Schiffen, Meeres- und Wasserkraftturbinen für die Wandlung der Windenergie in Drehmoment und Strom, und konventionelle Verfahrenstechnik zu Gewinnung von Segelkraftstoffen wie Wasserstoff, Methan und Methanol. Diese Kraftstoffe können in vorhandene Infrastruktur eingespeist und verteilt werden (Gasnetz auf hoher See, LNG-Terminals, Raffinerien, Energieschiffe, Binnenschiffe, Pipelines, Tankstellen).

Des weiteren ist die Segelenergie ein wichtiger Impuls für den Schiffbau und die Schifffahrt selbst, die einen globalen Anteil von gut 3% aller Klimaemissionen hat und zunehmend gerade während der Hafenliegezeiten auf saubere Energiequellen angewiesen ist. Daher ist – fernab der Energiebetrachtungen – das Thema Green Ships ein großes Zukunftsthema.

schiff_windrad
Andrea Damm / pixelio.de

Segelenergie ist ein Impuls für den Schiffbau und eine Lösung des Kraftstoffproblems.
(Die Ökonomie ist nur eine Frage der Zeit.)

Weiterdenken – Mitdiskutieren

Aber wir denken noch weiter: unsere chemische Industrie basiert ebenso wie die Kraftstoffversorgung fast ausschließlich auf fossiler Energie. Anstrengungen mit Biomasse in Richtung Bioraffinerie sind vorhanden, aber bisher nicht ausreichend. Auch hier kann über Segelenergie ein Beitrag zur Gewinnung von Grundstoffen der chemischen Industrie geleistet werden und damit die Basis viele Produkte, die unsere Gesellschaft braucht, nachhaltig hergestellt werden.

Lassen Sie sich inspirieren von unseren Seiten, werden Sie kreativ & diskutieren Sie mit!

Sie können uns unter info@segelenergie.de erreichen.


Wind ist eine der größten erneuerbaren Energiequellen. Dennoch sind große Windpotentiale bisher unerschlossen, da sie sich in entfernten Regionen befinden – insbesondere über Meeresflächen. Das Konzept Segelenergie nutzt diese Ressourcen für unsere Energieversorgung.

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Welches Potential hat diese Technologie? Durch eine ausgetüftelte Routenoptimierung können wir ganzjährig die Bereiche mit den idealen Windgeschwindigkeiten – nicht zu schwach, aber auch nicht zu stark – nutzen & „Grundlast“ Wind abgreifen: follow the wind!

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